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Sechs Monate Elternsein

Sechs Monate Elternsein

Aprilbaby

Nun sind wir schon ganze sechs Monate Mama und Papa, auch wenn es immer noch etwas komisch klingt, ist es doch das schönste Gefühl überhaupt. Elternsein kommt mit so viel Liebe, Zusammensein aber auch Verantwortung uns Sorge daher, was man sich, ohne selbst Kinder gehabt zu haben, nicht mal ansatzweise vorstellen kann.

Was ist die größte Herausforderung am Elternsein

So die richtigen Eltern-Profis sind wir mit einem Kind, das gerade mal ein halbes Jahr alt ist, natürlich noch nicht. Wie denn auch, sechs Monate sind auf ein Elternleben gerechnet schließlich auch nicht wirklich viel. Für uns als noch Neueltern, ich finde im ersten Lebensjahr eines Kindes ist man dies definitiv noch, bedeutet es aber die Welt. Unser ganzes Leben wurde von heut auf morgen auf den Kopf gestellt, Prioritäten liegen anders, Hobbys und Interessen sind auf Eis gelegt und das Tagesziel ist ein glückliches und zufriedenes Baby. Das es anstrengend wird, war zu erwarten. Was aber nicht zu erwarten war, ist das es nicht wirklich anstrengend ist, sondern schlichtweg schön. Selbst wenn er einen ganzen Tag nur unzufrieden ist, ständig getragen werden möchte und sich nicht ablegen lassen will, genießt man es einfach nur. Klar, in dem Moment ist es schon stressig, aber sobald der kleine Mann einem auch nur ein winzig kleines Lächeln schenkt, ist alles wie weggeblasen. In diesen stressigen Situationen denkt man weniger daran das man es nicht mehr aushalten kann, sondern mehr darum, wie man diesem kleinen hilflosen Wesen bloß helfen kann. Dieses Gefühl lässt sich einfach nicht in Worte fassen, wahrscheinlich bleibt es tatsächlich nur Eltern vorbehalten, nachzuvollziehen was genau ich mit diesen Worten versuche zu erklären.

Hat man sich gerade an etwas gewöhnt, folgt am nächsten Tag etwas völlig anderes und auch Neues. Dies kann die Schlafenszeit bedeuten, wann und wieviel das Baby trinken mag, wie oft es die Windeln voll hat, ob es gern im Kinderwagen liegt oder die Trage bevorzugt und, und, und. Diese Liste könnte ich wohl endlos fortführen. „Alles nur ein Schub“ hießt es da schnell und wenn man mal in so einigen Ratgebern nachsieht, findet man auch irgendwie immer den passenden Schub zur passenden Woche. Zumindest kommt es uns so vor, es scheint als seien diese Bücher und Apps nur dazu da, Eltern in gewissen Situationen innere Ruhe zu schenken. Was auch völlig okay ist, denn wenn man liest das Baby ist in dieser Lebenswoche besonders unzufrieden, kann man es doch irgendwie alles ein wenig gelassener sehen.

Diese Sorgen, die man sich darüber hinaus um quasi alles macht, sind auch wirklich nicht zu verachten. Einerseits will man sein Kind beschützen, wenn es beim Anblick fremder Gesichter nörgelig wird, andererseits erinnert man sich auch schnell immer wieder selbst daran keine Helikopter-Eltern werden zu wollen. Genau jetzt frage ich mich schon wieder ob es okay ist, ihn in solchen Momenten nicht zu nahe an andere, seien es Oma und Opa, zu lassen oder ob es ihn in seiner Entwicklung behindert. Hach und wenn ich da an meine Freundin denke, die wegen genau solcher Situationen gleich an Autismus glaubt, muss ich nun doch wieder lächeln. Ich glaube man macht sich als Eltern einfach immer und zu jeder Zeit seine Gedanken, hat Sorgen und Ängste. Das eigene Kind ist das kostbarste, was es gibt und das größte Geschenk was man bekommen kann. Ist doch also klar, da besorgt zu sein und nur das Beste zu wollen.

Wenn da nicht die anderen wären… Mit anderen meine ich so ziemlich alle Menschen, zu denen man in irgendeiner Form Kontakt hat, sei es enger oder auch nur flüchtig. Jeder, wirklich jeder hat zu allem eine Meinung und wenn es danach geht, macht man als Eltern egal wie man es macht sowieso alles falsch. Unser kleiner Schatz wäre demnach schon verdurstet, da er kein extra Wasser zu seiner Milch angeboten bekommt, oder inzwischen verhungert, da wir in seinem Alter noch immer nicht angefangen haben ihn mit Brei zu füttern – ja diese Worte sind bewusst gewählt, da wir hier unser eigenes Ding machen und nicht so, wie es unsere Eltern zu unserer Babyzeit vielleicht gehandhabt haben.

Was verändert sich an der Beziehung zwischen Mama und Papa?

Natürlich rückt man noch näher, als man es nach fast acht Jahren Beziehung ohnehin schon ist, zusammen. Man hat gemeinsam die Schwangerschaft gemeistert, die in unserem Fall leider sehr traumatische Geburt und die ersten sechs Lebensmonate mit dem Baby. Näher zusammenrücken bedeutet hier aber nicht wirklich mehr nähe, schon gar nicht körperlich. Es meint eher ein Plus an Zusammenhalt und Gemeinsamkeit, die man vorher nicht kannte. Nun sind wir eine richtige kleine Familie und Entscheidungen, die man zuvor eher allein getroffen hat, trifft man plötzlich zusammen, man unterhält sich anders über gewisse Dinge und das Vertrauen wächst. Es entsteht eine Beziehung auf einer völlig anderen Ebene, ganz andere Dinge sind nun wichtig und was vorher heiß diskutiert wurde oder gar im Streit endete, ist jetzt teilweise völlig egal und nebensächlich. Wir haben ein gemeinsames Ziel, aus unserem kleinen Prinzen ein glückliches und zufriedenes Kind zu machen.

Wir haben uns aber trotz allem nun vorgenommen, auch mal wieder etwas gemeinsam zu machen, was nicht direkt nur mit dem Baby zu tun hat. Etwas gemeinsam kochen, mal was Kreatives machen oder so. Was genau wird sich zeigen, die ein oder andere Idee haben wir und werden sicher darüber berichten. Schließlich spricht ja nichts dagegen, seine Mittagsschlaf-Zeit auch mal für uns, statt für den Haushalt zu nutzen.

Der Alltag mit Kind

Für uns stand von vornherein fest, wir machen ab der Geburt alles von ihm abhängig. Klar ist das vielleicht für viele nicht nachvollziehbar, aber uns sind geregelte Tagesabläufe für ihn sehr wichtig. Das heißt, morgens nach dem Aufstehen muss immer alles in der gleichen Reihenfolge passieren. Zum Mittagsschlaf, der natürlich noch nicht regelmäßig und zuverlässig klappt, sind wir immer zuhause. Auch abends soll hier bei uns ab einer gewissen Uhrzeit Ruhe sein, das heißt keine Besuche, Spaziergänge oder sonstige laute und Aufregende Dinge mehr. Wir glauben, wenn er nicht jetzt schon grob so einen Tagesablauf erlebt, werden wir bzw. er es später schwerer haben sich darauf einzustellen. Bis dahin sind es wohl noch einige Wochen, aber man kann ja langsam darauf hinarbeiten.

Glaubt man, man könne an einem Tag viele Dinge schaffen und erledigen, wird man schnell eines Besseren belehrt. Ich musste schon sehr oft feststellen, dass Dinge wie Wäsche, Geschirr, Staubputzen und andere Sachen im Haushalt einfach mal liegen bleiben können. Zeit für mich, gute Frage, wenn er abends schläft, kann ich hier und da etwas für mich machen. Oft ist es dann aber so, dass ich keine Lust mehr habe oder aber noch einige andere Aufgaben auf mich warten, die eben nicht vertagt werden können. Dinge wie lackierte Fingernägel gibt es schon gar nicht mehr und das nun seit ziemlich genau sechs Monaten.

All das mache ich aber gerne, ich kann es mir nicht mehr anders vorstellen. So geht es dem Papa aber auch, wir sind gefühlt die glücklichsten Eltern der Welt und stellen uns ständig den neuen Herausforderungen, die uns Tag für Tag so begegnen.

Diese Liste mit Dingen, die sich verändert haben, neu dazugekommen, oder aber ganz weggefallen sind, könnten wir wahrscheinlich unendlich weiterführen. Dazu vielleicht an anderer Stelle noch einmal mehr.