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Schnuller, warum unser Baby einen zur Beruhigung bekommt

Schnuller, warum unser Baby einen zur Beruhigung bekommt

Aprilbaby

Das Thema Schnuller ist unter Schwangeren und Mamas mindestens genauso heiß diskutiert, wie das Stillen oder der richtige Zeitpunkt für die Beikost. Bei diesem Thema gerät man früher oder später einfach immer aneinander. Vollkommen unbegründet wie ich finde, denn erstens kommt es anders zweitens als man denkt.

Was wir uns zum Thema Schnuller vorgenommen haben

Wie zu so vielen Themen, haben wir uns hierzu unsere Gedanken gemacht. Wir wissen, dass ein Schnuller für eine Fehlstellung des Kiefers und eine verzögerte Sprachentwicklung verantwortlich sein kann. Dennoch wissen wir auch, dass ein Schnuller auch beruhigend wirkt, man nennt diesen ja schließlich auch Beruhigungssauger.

Bei gestillten Kindern sollte man lt. allgemeinen Empfehlungen erst einen Schnuller geben, wenn die Stillbeziehung zwischen Mutter und Kind gefestigt ist. Gestillte Kinder befriedigen ihr Saugbedürfnis an der mütterlichen Brust und dieses sollte gefördert und nicht durch die Gabe eines Schnullers unterbrochen werden.

Da wir unserem Sohn aber die Flasche geben und er natürlich wie jeder Säugling ein natürliches Saugbedürfnis hat, haben wir uns dazu entschieden ihm den Schnuller anzubieten. Der natürlich angeborene Saugreflex eines Babys hat zum Ziel die Muttermilch zu saugen und ist in einer Frühen Phase auch für die Gebissentwicklung wichtig. Somit ist es nicht verkehrt, gerade einem Neugeborenen der mit der Flasche ernährt wird, einen Schnuller anzubieten.

Nimmt unser Baby den Schnuller?

Schon im Krankenhaus, in der zweiten Nacht schlug eine Schwester vor, ihm einen Schnuller anzubieten. Wir hatten zuvor besprochen, ihn immer erst so ganz ohne Hilfsmittel wie einem Schnuller zu beruhigen. Da die Situation für mich aber ziemlich festgefahren wirkte, versuchte ich es. Die Schwester brachte uns einen Schnuller und er spuckte diesen immer wieder aus. Sie sagte, dann wird es bei ihm schwierig. Das würde ich natürlich nicht schlecht finden, dennoch möchte ich meinem Kleinen natürlich helfen und ihn mit seiner Unruhe nicht im Stich lassen. Nachdem am nächsten Tag wieder nicht viel geholfen hatte, ich war ja aufgrund meiner Schmerzen durch den Kaiserschnitt nicht in der Lage ihn zu tragen, um mit ihm herumzulaufen, entschied ich mich den Schnuller noch einmal zu versuchen. Ich nahm nicht den, den die Schwester uns brachte, sondern nahm den Schnuller mit dem Kirschsauger, welchen ich mir schon für alle Fälle in die Kliniktasche gepackt hatte. Mit etwas festhalten nahm er ihn an und nuckelte fast wie ein Profi. Er wurde erstaunlich schnell ruhig und fühlte sich sichtlich wohl damit.

Wann geben wir den Schnuller?

Wir haben uns darauf geeinigt, einen Schnuller nur dann anzubieten, wenn er schlafen soll und dabei Probleme hat, oder wenn nichts anderes hilft. Das klappt erstaunlich gut, der Schnuller liegt immer griffbereit in seiner Nähe und wenn alle Stricke reißen und nichts anderes hilft, bekommt er seinen Schnuller. Lässt er den Schnuller fallen, geben wir ihm diesen auch nicht einfach zurück. Wir möchten, dass er den Schnuller so oft wie nötig, aber so wenig wie möglich nimmt.

Wann den Schnuller abgewöhnen?

Ein Schnuller sollte, damit keine Kieferfehlstellungen entstehen können, mit dem Moment abgewöhnt werden, wenn die erste feste Nahrung gegessen wird. In dieser Zeit wird das Saugbedürfnis vom Kaubedürfnis abgelöst und ein Schnuller wird somit überflüssig.

Wie reagiert unser Umfeld auf den Schnuller?

Es ist wie verhext, wie eingangs beschrieben scheiden sich bei diesem Thema die Geister. Der eine befürwortet es und der andere ist absolut dagegen und akzeptiert hier keine andere Meinung. Es ist wie bei so vielen Themen rund ums Kind einfach eine ganz eigene Entscheidung seinem Baby einen Schnuller anzubieten, bei der man sich nicht reinreden lassen sollte. Hier gilt wie bei allen Themen, wir sind die Eltern und kennen unser Kind am besten. Wir tragen die Verantwortung für unser Kind mit allen Konsequenzen. Es ist wichtig sich das immer wieder zu sagen, die Entscheidung für das für und wider kann einem keiner abnehmen.

Interessanterweise kenne ich viele Mamas, die etwa zur gleichen Zeit wie ich entbunden haben und total anti-Schnuller waren, die nun doch dazu gegriffen haben. Es kommt also immer anders als man denkt.