Französische Bulldoggen

Hat man einen Hund, oder wie wir sogar zwei, macht man sich schon seine Gedanken, wie die lieben Vierbeiner damit umgehen werden. In meiner Idealvorstellung, liegen die drei Irgendwann gemeinsam auf einer Decke und kuscheln, aber bis dahin ist es ein weiter Weg.

Was für Hunde haben wir

Es sind zwei französiche Bulldoggen. Da wäre einmal unsere Hündin, die wir als Welpen bekommen haben und die mit und bei uns groß geworden ist. Sie ist inzwischen acht Jahre alt und somit schon fast eine Hunde-Omi. Sie glaubt, ihre Aufgabe sei es, alles zu kontrollieren und anzubellen was ihr nur so vor die Pfoten kommt. Als sie zweieinhalb Jahre alt war, zog unser Rüde bei uns ein. Er war zu dem Zeitpunkt dreieinhalb und ein echt unerzogener Bursche. Mit ihm hatten wir also einiges zu tun, inzwischen ist er ein Hunde-Opi und neun Jahre alt. Beide Hunde sind herzensgut, etwas dümmlich, aber einfach zum Liebhaben. Eben die perfekten Familienhunde, die keiner Fliege was zuleide tun würden.

Wie haben sich die Hunde in der Schwangerschaft verhalten?

Auch wenn ich es mir echt gewünscht habe und ich es zumindest von unserer Hündin erwartet hätte, sie haben es einfach nicht bemerkt. Nicht mal mit ganz viel Phantasie, konnte man sich vorstellen, dass sie sich mir gegenüber anders verhalten. Sie waren einfach wie auch sonst immer, auch nicht als der Tag der Geburt näher rückte, hat sich etwas an ihrem Verhalten geändert.

Wie war es nach der Geburt mit den Hunden?

Wenige Tage vor der Entbindung wurde unsere Hündin läufig, was bedeutet, dass beide außer Rand und Band waren. Erziehung? Fehlanzeige! Sie machen dann einfach was sie wollen und lassen sich nur schwer davon abbringen. Da braucht es schon einiges an Konsequenz. Wie meine Hebamme mir sagte, ist es wohl nicht selten, dass Hüninnen genau um den Geburtstermin rum, heiß werden. Dieses Wissen half uns zwar auch nicht, aber irgendwie muss unsere Hündin es dann ja doch gespürt haben, dass ich ein Baby bekommen sollte. Die ersten Tage im Wochenbett waren dahingehend also eine Katastrophe, nicht nur, dass ich echt noch schwer mit den Folgen des Kaiserschnitts zu kämpfen hatte, nein, dann drehen die Hunde auch noch durch. Aber ich dachte mir, was soll´s, diese Zeit wird auch vergehen.

Den Kleinen haben die zwei anfangs nicht mal wahrgenommen, sie waren einfach zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Erst etwa zwei Wochen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus, schauten sie mal hoch in sein Bett und schnüffelten an seinen Füßchen. Immerhin, lieber so als anders.

Wie gehen wir mit Baby und Hunden um?

Unsere Hunde durften schon immer viel, aber eben nicht alles. Sie schlafen weder bei uns im Bett, noch haben sie das Recht aufs Sofa zu springen, Räume wie das Schlafzimmer und die Küche sind absolut tabu. Sie wissen ganz genau, wo wir ihr Spielzeug aufbewahren und das sie dieses nur bekommen, wenn wir es zuvor freigeben. Es klingt vielleicht für den ein oder anderen hart, aber wenn man hier konsequent ist, halten sie sich auch daran. Dies ist jetzt mit Baby natürlich ein riesen Vorteil, denn so können wir ziemlich sicher sein, dass sie nicht mal eben irgendwo hochspringen oder an sein Spielzeug gehen.

Solange er noch so klein ist, werden wir ihn auch nicht auf den Boden zu den Hunden legen, wie es ja so manche machen. Er ist einfach noch so empfindlich und zart, man kann bei Tieren nie wissen was kommt und riskieren wollen wir hier nichts. Wenn er mal größer ist, sitzen oder gar krabbeln kann, werden die drei sicher die besten Kumpels. Bis dahin muss ein schnüffeln an Händen und Füßen, wenn er bei uns auf dem Arm ist erstmal ausreichen.