Sie haben Aprilbaby erfolgreich abonniert.
Toll! Schließen Sie als Nächstes die Prüfung ab, um vollen Zugriff auf Aprilbaby zu erhalten.
Willkommen zurück! Sie haben sich erfolgreich angemeldet.
Erfolg! Ihr Konto ist vollständig aktiviert, Sie haben nun Zugriff auf alle Inhalte.
Erfolg! Ihre Zahlungsinformationen werden aktualisiert.
Aktualisierung der Rechnungsinformationen fehlgeschlagen.
Beckenendlage: Wenn das Baby falsch rum liegt

Beckenendlage: Wenn das Baby falsch rum liegt

Aprilbaby

Klar, ein ungeborenes dreht sich im Bauch ganz nach Lust und Laune von der einen, in die andere Position. Solange die Schwangerschaft noch nicht allzu weit fortgeschritten ist, ist das auch noch problemlos möglich. Mit den vergehenden Wochen, dem Wachstum des Babys und dem damit immer geringer werdenden Platzangebot im Bauch, kann eine Drehung schwierig werden.

Wann wurde die Beckenendlage festgestellt?

Auch wenn ich gerade durch eine entfernte Bekannte mitbekommen habe, dass die Beckenendlage zu einem Problem werden könnte, da heutzutage in einem solchen Fall zum Kaiserschnitt geraten wird, habe ich mir nicht sonderlich viele Gedanken zu dem Thema gemacht. Ich wusste durch meine Mutter, dass ich auch lange quasi falschherum lag und mich schlussendlich doch noch mit dem Kopf nach unten, die sogenannte Schädellage, gedreht habe.

Das erste Mal war bei 23+0 (23. Schwangerschaftswoche) das Thema aufgekommen, meine Frauenärztin sah hier aber überhaupt kein Problem, genau wie ich auch. Schließlich sollten noch einige Wochen vergehen, bis die Geburt naht. Die nächsten Ultraschalluntersuchungen zeigten aber weiterhin nur, dass er es sich allem Anschein nach in dieser Position richtig bequem gemacht hat. Ab der 30. Schwangerschaftswoche wurde ich dann doch etwas nervös, auch wenn meine Ärztin mich beruhigen konnte.

Was würde die Beckenendlage für die Geburt bedeuten?

Wie schon erwähnt, wird bei einer Beckenendlage in den wirklich allermeisten Fällen ein Kaiserschnitt empfohlen. Das wäre natürlich die absolute Horrorvorstellung für mich, da ich das nicht einfach so hinnehmen würde, habe ich mich diesbezüglich mal ein wenig informiert.

Leider wird aufgrund irgendeiner, nicht mal sehr umfangreichen Studie die Kaiserschnittgeburt bei Kindern in Beckenendlage empfohlen. Dabei handelt es sich um eine wirklich ganz normale Geburtsposition, welche, genau wie jede andere Geburt, nicht unbedingt zu Komplikationen führen muss. Mit den Jahren wurden natürliche Geburten aus der Beckenendlage aufgrund der Kaiserschnittempfehlung  immer seltener und die meisten Geburtshelfer haben schlichtweg einfach nicht gelernt, wie man einem Kind auf die Welt hilft, wenn es mit dem Steiß zuerst geboren wird. Das ist äußerst schade und raubt der Mutter die Möglichkeit auf eine vaginale Geburt. Es gibt vereinzelt Kliniken, die eine spontane Geburt aus der Beckenendlage ermöglichen. Nach eingehenden Untersuchungen wird dort festgestellt, ob das Verhältnis des Kopfes zum Becken passt und dann das für und wider abgewogen. Bei einer Steißgeburt liegt das Problem darin, dass der Po des Babys keine ausreichende Dehnung verursacht und es somit zum steckenbleiben des Kopfes führen kann. Steckt der Kopf im Geburtskanal fest, wird auch die Nabelschnur abgeklemmt und das Baby erhält nicht mehr genügend Sauerstoff.

Trotz dieses Risikos, ist und bleibt die Steißgeburt eine natürliche Geburtsposition und birgt grundsätzlich gesehen, nicht mehr Risiken, als eine Geburt aus der Schädellage.

Wie war es für mich?

Nachdem ich das Thema auch mal bei meiner Hebamme angesprochen habe und sie mir von der Geburt aus der Beckenendlage ihrer Tochter erzählte, war ich doch etwas beruhigter. Ich schaute mich nach Kliniken im Umkreis um, die Geburten aus der Steißlage anboten. Wie sich herausstellte, geben manche Kliniken zwar an es zu machen, die Realität sieht dennoch anders aus.

Als wir bei der Kreißsaalführung waren, fragte ich die Hebamme einfach schon mal, wie die Klinik dazu steht. Sie versicherte mir, dass es grundsätzlich möglich ist. Ein wenig hat mich das dann doch erleichtert. Respekt hatte ich aber schon vor der ganzen Sache, denn als erstgebärende ist es wohl schwieriger, als für Frauen, die schon ein Kind auf natürlichem Wege zur Welt gebracht haben.

Da nun aber noch nicht aller Tage Abend war und ich noch knapp zehn Wochen bis zum errechneten Termin vor mir hatte, schaute ich nach Möglichkeiten meinen kleinen Bauchbewohner zur Drehung zu animieren. Meine Frauenärztin sagte mir, es sei bis 37+0 (37. Schwangerschaftswoche) in etwa möglich und auch eine äußere Wendung wäre ab dann denkbar. Bei einer äußeren Wendung wird das ungeborene sanft von außen gedreht, dies Geschieht nur unter strenger Überwachung und Gabe von wehenhemmenden Mitteln.

Ein ungeborenes zur Wendung zu animieren, kann klappen, muss es aber nicht. Es gibt auch Fälle, in denen sich das Baby auch gar nicht mehr drehen kann, etwa bei einer verkürzten Nabelschnur, oder wenn schlichtweg zu wenig Platz ist.

Einen Versuch ist es aber allemal wert! Also fing ich an mit der indischen Brücke, diese Übung kannte ich bereits vom Yoga. Dabei legt man sich auf den Rücken und hebt das Gesäß an, in dieser Position soll man täglich 10-15 Minuten verharren. Damit es nicht zu anstrengend wird, soll man sich einige Kissen unter den Po schieben. Alleine soll man während der Übung nicht sein, da es auf den Kreislauf gehen kann.

Weiter habe ich zweimal täglich, jeweils drei Runden eine Spieluhr und Taschenlampe unten an meinen Bauch gehalten. Man sagt, Babys seien neugierig und würden daraufhin versuchen mit dem Kopf in Richtung Licht und Musik zu kommen.

Hat er sich noch von der Beckenendlage in die Schädellage gedreht?

Ja! Es muss kurz vor dem Termin bei 34+0 (34 Wochen Schwanger) gewesen sein, ab diesem Zeitpunkt lag er mit seinem Köpfchen nach unten. Einer natürlichen Geburt stand, lt. meiner Frauenärztin, somit definitiv nichts mehr im Weg. Er muss nun nur noch fest ins Becken rutschen, aber dazu ist ja noch ein wenig Zeit.